"Es kann nicht sein, dass das Geschäftsinteresse einzelner skrupelloser Baumschulen mehr wiegt als unser gemeinsames Cornflakes-Frühstück", entrüstet sich ein Nachrichtenopfer ins Reportermikro unserer Zeitung. Und es fragt zurecht: "Was wäre gewesen, wenn gerade eine Grundschulklasse einen Ausflug in die Schrebergärten gemacht hätte?"
Mordwerkzeug-Experte Fred Steinhauer jedenfalls ist sich nach jahrelanger Forschungsarbeit im Kleinkriminellen-Milieu sicher: "Ohne Eichen hätte es auch keinen Eichenknüppel gegeben, mit dem man jemanden tot prügeln kann."
Doch die Politik reagiert verhalten, bekundet Mitleid, will es sich aber mit den Lobbyisten der Waldindustrie und den Funktionären des Gartenfrohsinns nicht verscherzen. "Es ist schrecklich, was passiert ist, und wir werden alles tun, um über angemessen Reaktionen debattieren zu können", verlautete am Abend aus Kreisen der deutschen Politik. Derweil trägt ganz Deutschland Trauer, und am morgigen Vormittag werden alle Baumschulen geschlossen haben. Die Presse hat versprochen, über diese Auszeit nicht zu berichten.