Ficken hat in der deutschen Presse immer noch Seltenheitswert. Das ergab eine schnelle und billige Google-Recherche des HELGOLÄNDER VORBOTEN. Mehr als einmal pro Monat ist demnach für die Online-Ausgaben der führenden Blätter der Republik selten drin.
Für die bei Google News gelisteten Online-Medien verzeichnete die Nachrichten-Suchmaschine insgesamt
nur 34 Treffer 
für „Ficken“ im Zeitraum des letzten Monats.
Überraschender Spitzenreiter ist das ansonsten unbescholtene und wenig bekannte Kulturmagazin
Textem.de 
mit satten zwölf verbalen Kopulationen. Auf den Erfolg fällt allerdings derVerdacht der Manipulation: Sämtliche Treffer (allesamt in Literaturbesprechungen) wurden am 7. August registriert. Je dreimal verbal zum Schuss kamen
Hiphop.de 
(standesgemäß) und der
Tagesspiegel 
(respektabel).
Zahlreiche andere große Namen der Presselandschaft beließen es bei einem einmaligen Intimkontakt im relevanten Zeitraum, darunter die WELT, die Rheinische Post und die Frankfurter Rundschau. Dabei machte sich die Journaille oftmals nicht selbst die Feder schmutzig, sondern legte das F-Wort lieber Leuten in den Mund, denen man „so was“ eher zutraut, wie zum Beispiel
Problemkindern 
,
Schauspielerinnen 
und
Kabarettisten 
.