HELGOLÄNDER VORBOTE: Herr Müller, wie fühlen Sie sich so kurz nach dem Satireverbot?
MÜLLER: Ich bin sehr überrascht. Zum Glück ist ja Satire noch nicht verboten in unserem Land, auch wenn das einige vielleicht gerne so hätten - aber die leben dann vielleicht einfach 70 Jahre zu spät.
HELGOLÄNDER VORBOTE: Sie werden durch Herrn Mayer-Vorfelders Vorgehen ja quasi arbeitslos. Müssen Sie nun selbst zur Flasche greifen?
MÜLLER: Nein, sicher genauso wenig wie mein großes Vorbild.
HELGOLÄNDER VORBOTE: Die Sache ist ja noch nicht ausgenüchtert. Wie bereiten Sie sich persönlich auf den Meinungsfreiheitswettstreit mit Ihrem sprachlichen Doppelgänger vor?MÜLLER: Ich hoffe sehr, dass wegen eines solchen Themas künftig nicht jedesmal gleich ein Riesenfass aufgemacht wird. Wenn ich jemanden parodiere, liegen sowohl Unterschiede wie auch Ähnlichkeiten leider oft nur im Promillebereich. Das passiert eben wenn man jemanden bis zur völligen Kenntlichkeit überzeichnen will.




