Der Hape Kerkeling ist ein guter Komiker, wirklich. Allein seine
Hurz-Darbietung 
anno weißichnicht macht ihn zum Genie.
Aber Kerkeling ist kein Kabarettist und kein Satiriker, und deshalb sollte er die Finger von der Poitik lassen. Dies zeigt sein aktuelles Vorgehen gegen die Republikaner.
Horst Schlämmer ist eine bescheidene Rolle, als Politik-Kandidat ist er eine absolute Pfeife, und für seine komplett witzfreie Pressekonferenz gehört Hape tatsächlich eins auf den Arsch gebraten (alternativ muss er nochmal den Jakobsweg laufen, allerdings ohne dabei Geschäfte zu machen - vielleicht hilft das seiner Komik auf die Beine).
Da spielt der Komiker Kerkeling als Journalist Horst Schlämmer mit den politischen Akteuren - und verbittet es sich, dass die politischen Akteure auch mit ihm spielen wollen. So lässt er
laut Bild 
gerade seinen Rechtsanwalt gerichtlich gegen einen Wahlwerbespot der Republikaner vorgehen.
In diesem
wunderbar billig-peinlichen Werbebeitrag 
erwähnt die Kandidatin Uschi Winkelsett zwei Mal den Namen Schlämmer. Das ist kein Plagiat, nichtmals eine Parodie, es ist die simple Beschäftigung mit der Gegenwart.
Wer sich wie Hape Kerkeling mit einem
gewaltigen PR-Zirkus 
in die Öffentlichkeit drängt, der wird damit leben müssen, dass über ihn redet wer es wie will. Und da wird er auch einer Rep-Tussi nicht verbieten können zu sagen: "Nein, mein Name ist nicht Schlämmer und ich kandidiere auch nicht für eine Spaßpartei."
Wenn Kerkeling auch nur trivial Werbung für seinen Film machen wollte, ist das große Medieninteresse und der ernsthafte journalistische Umgang mit einer Kunstfigur Horst Schlämmer ein dringender Appell, am 27. September ungültig zu wählen - denn dass man über die Medien auch nur halbwegs gut informiert wäre, kann niemand glauben, der solches
Schmierentheater 
gesehen hat.