Australische Satiriker, Rundfunk-Moderatoren und Schauspieler planen Proteste gegen die geplanten neuen Anti-Terror-Gesetze. Laut
Süddeutscher Zeitung 
kämpfen die Künstler für das Recht der Australier „ihre Meinung über ihre Politiker abzugeben, wie unverschämt und respektlos sie auch sein mag.“
Neben weitreichenden Kompetenzen für Polizei und Geheimdienste bei
Terror-Verdacht, sieht das Gesetzespaket auch einen neuen
Straftatbestand der „Volksverhetzung“ sowie Haftstrafen von bis zu
sieben Jahren für „aufrührerische“ oder „staatsgefährdende“ Personen
vor.
Für Sonntag den 13. November planen die Commedians den öffentlichen
Aufruhr 
("Sedition" = Aufruhr, Volksverhetzung) - als Konzert im Sydney Theatre at Walsh Bay. Die Mitveranstalterin
Wendy Harmer 
warnt: Was für den Einen "gesunde politische Satire" ist, ist für den Anderen "gefährliche terroristische Volksverhetzung".
Der Staatsrechtler George Williams von der University of New South Wales befürchtet mehr die vorauseilende Schere im Kopf der Satiriker, die sich Gedanken um mögliche rechtliche Konsequenzen ihrer Kunst machen müssten, als tatsächliche Verurteilungen wegen „volksverhetzender“ Satire. Ein Restrisiko, dass es vor Gericht doch zum GAU kommt, will Williams jedoch nicht ausschließen: „Was aber, wenn der Richter oder die Geschworenen den Witz nicht verstehen?“