1. Sex. In allen Lebenslagen. Das geilt auch Medien auf. So schlängeln sich zur Zeit etwa folgende Schlagzeilen im Medienkanal:
- Wie ehrlich sind die Deutschen beim Sex?
- Beim Sex setzt bei Frauen das Denken aus
- Vom Lieben und Leiden im Urlaub
- One-Night-Stands für Single-Männer normal
- Wilde Sex- und Drogen-Party
2. Sex, verhinderter. Bei Frauen, Männern, bedrohten Tierarten, in der Rede des Bundespräsidenten („zu wenig Kinder“). Allerdings darf man die Krümmung nicht überspannen. Folgende Schlagzeile einer Pressemitteilung
Neues revolutionäres Trainingsgerät hilft Frauen bei Orgasmusproblemen, Inkontinenz und Bauch
Da ekelt sich noch der brunftigste CvD ein Potenzproblem in die Tipp-Finger. Zumal, wenn die Inkontinenzbesorgten im Weiteren den Mund zu voll nehmen und über das Ziel hinausspritzen:
Der Orgasmus ist ein vulkanartiger Ausbruch von bis zur Unerträglichkeit aufgestauter Spannung und Glücksgefühl.
Dennoch: Schneller als Sex kommt kein Thema vor den Schlusspunkt einer Meldung. Zwei Dinger reizen nämlich den Redakteur.
Er glaubt, zum Thema Sex wolle jeder jede Information geblasen kriegen. Die professionellen Oral-Artisten aus den Meinungsforschungsinstituten blasen es ihm ja vor. Geschätzt vier von fünf medialen Sex-Akten geilen sich am Vorspiel einer Umfrage auf. Doch so richtig pralle wird der sexuelle Informationsausfluss dann, wenn es auch was zu gucken gibt. Also wird „dokumentiert“, was die Pornohefte hergeben. Zwar schmeißt inzwischen jede noch so biedere Werbung Frischfleisch im Dutzend auf das Plakat. Der seriöse Journalist aber braucht das Feigenblatt dokumentierender Berichterstattung, um seinen Nackedei ins Heft oder auf die Mattscheibe zu heben (siehe auch Wichsvorlage).
3. Penetranz, als solche. Denn auch in die Medien stößt der Potente mit der Weisheit vor: Man muss es nur oft genug getan haben. Den lieben Onkel kennen die Medien. Noch besser, wenn der alte Bock es auf hergebrachte Weise treibt. Schauen Sie mal hier




