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SPD: Nach Sarrazin- nun Beck-Debakel | 30.08.2010 | druckansicht

Kurt Beck will alle jungen Männer nackig sehen

Immer dieser Problembär . Nun hat SPD-Politiker Kurt Beck ein Interview gegeben, das schwer interpretationsbedürftig ist. Es geht um die Reform der Bundeswehr, dieser tödlichen Infrastruktur zur Verteidigung europäischer Interessen am Hindukusch. Aber wir beim Helgoländer Vorboten Satire haben ja sonst nichts zu tun, also helfen wir gerne, den ehemaligen SPD-Bundeskanzlerkandidaten und SPD-Vorsitzenden zu verstehen.
Beck sagte im Interview: "Mein Konzept sieht vor, dass wir alle jungen Männer weiterhin mustern und ihnen dann einen Wehrdienst zwischen neun und 24 Monaten anbieten."

Beck meinte damit, er wolle gerne weiterhin allen deutschen Jünglingen an den Schwanz packen bzw. dies stellvertretend von Putzfrauen der Kreiswehrersatzämter erledigen lassen. Dies sei eine wichtige Schule des Lebens, außerdem benötige die Versicherungswirtschaft die Schwanzdaten, etwa um über den Abschluss einer Risikolebensversicherung zu befinden. Zur drängenden Frage einer Videoüberwachung des Enddarmverkehrs äußerte sich Beck allerdings nicht.

Beck sagte im Interview: "Im öffentlichen Dienst würen freiwillig Wehrdienstleistende bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt. Dieses Vorgehen sollte auch mit der Privatwirtschaft vereinbart werden. So kann die Bundeswehr attraktiver werden."

Beck meinte damit, dass Leichenschändungen und Totschießen alleine aufgrund des Konkurrenzdrucks insbesondere der privaten Kriegsspielindustrie kein Alleinstellungsmerkmal der staatlichen Tötungsindustrie mehr sei. Die nahe liegende Idee, das Marodieren als Verfassungsziel ins Grundgesetz aufzunehmen, äußerte Beck in dem Interview leider nicht. Dabei könnte gerade die Aussicht auf persönliche Bereicherung (Gold, Öl, Opiate, Sexsklavinnen) die Attraktivität der Bundeswehr deutlich erhöhen und damit gleichzeitig den ein oder anderen Hooligan in den Auslandseinsatz verbannen. Aber vielleicht ist das ja auch nur der redaktionellen Kürzung zum Opfer gefallen, wir haken nochmal nach.

Zur Verkleinerung der Bundeswehr sagte Beck laut gedrucktem Interview schließlich: "Die Bundeswehr in der Fläche völlig auszudünnen, schadet ihrer Akzeptanz. Wenn Dienstposten mit weniger als 900 Personen wegfallen sollen, trifft das auch die Länder hart. In Rheinland-Pfalz (Kleinstadt bei Frankreich) würden beispielsweise von 36 Standorten nur noch zehn übrig bleiben."

Was Beck meinte: Für immer mehr Dumpfbacken stehen immer weniger spielpädagogische Therapieplätze zur Verfügung. Deutschland braucht nicht weniger, sondern mehr Bundeswehr. Alternativ bliebe noch die Einführung des Freiwilligen Katastrophalen Jahrs, das junge Männer (so sie bei der Musterung dicke Eier bewiesen haben) bei der SPD abschwadronieren können, wahlweise in 18 oder 24 Monaten bei voller Mitgliedschaftsgebühr. "Ich mach's ja auch nicht mehr so lange und der Nachwuchs an Parteisoldaten ist derzeit gesetzlich überhaupt nicht geregelt" hätte Beck noch sagen sollen. Aus bislang ungeklärter Ursache kam ihm allerdings das Interviewende dazwischen. 


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