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Heinrich Heine | 29.11.2007
Das Sklavenschiff
Der Superkargo Mynheer van Koek Sitzt rechnend in seiner Kajüte; Er kalkuliert der Ladung Betrag Und die probabeln Profite. ::: MEHR :::
Historisches über: | 21.07.2007
Die Kunst der Journalisten
Übertreibung in jeder Art ist der Zeitungsschreiberei eben so wesentlich, wie der dramatischen Kunst: Denn es gilt, aus jedem Vorfall möglichst viel zu machen. Daher auch sind alle Zeitungsschreiber, von Handwerks wegen, Alarmisten: Dies ist ihre Art, sich interessant zu machen. Sie gleichen aber dadurch den kleinen Hunden, die bei allem, was sich irgend regt, sogleich ein lautes Gebell erheben. Hiernach hat man seine Beachtung ihrer Alarmtrompete abzumessen, damit sie keinem die Verdauung verderbe. (Arthur Schopenhauer)
Heinrich Heine | 31.01.2007
Klage für Satiriker
Sie haben dir viel erzählet, Und haben viel geklagt; Doch was meine Seele gequälet, Das haben sie nicht gesagt.
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Kurt Tucholsky | 27.09.2006
Der Mensch
Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenns ihm gut
geht, und eine, wenns ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.
Der Mensch ist ein Wirbeltier und hat eine unsterbliche Seele, sowie auch ein Vaterland, damit er nicht zu übermütig wird.
Der Mensch wird auf natürlichem Wege hergestellt, doch empfindet er
dies als unnatürlich und spricht nicht gern davon. Er wird gemacht,
hingegen nicht gefragt, ob er auch gemacht werden wolle.
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Christian Morgenstern | 18.08.2006
Die Westküsten
Die Westküsten traten eines Tages zusammen und erklärten, sie seien keine Westküsten, weder Ostküsten noch Westküsten - "dass sie nicht wüssten!"
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Historische Vaterlandsbegeisterung | 24.07.2006
Noch ist Polen nicht verloren
Zwei RitterCrapülinski und Waschlapski Polen aus der Polakei, fochten für die Freiheit, gegen Moskowiter-Tyrannei.
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Alte, neue Gedichte | 01.06.2006
Weltlauf
Hat man viel, so wird man bald Noch viel mehr dazu bekommen. Wer nur wenig hat, dem wird Auch das wenige genommen. Wenn du aber gar nichts hast, Ach, so lasse dich begraben - Denn ein Recht zum Leben, Lump, Haben nur die etwas haben. (Heinrich Heine)
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Satire-Klassiker | 14.04.2006
Kurt Tucholsky: Ein Ferngespräch
»Hier ist nochmals das Fernamt. Ich möchte Sie darauf aufmerksam
machen, dass Sie möglichst langsam und möglichst dialektfrei sprechen
müssen; der Telefonverkehr für solche Gespräche, wie Sie eins
angemeldet haben, ist zwar freigegeben - aber nur unter der Bedingung,
dass der dortige Überwachungsbeamte den Gesprächen folgen kann. Wir
haben nun die Erfahrung gemacht, dass regelmäßig getrennt wird, wenn
die Teilnehmer Dialekte oder fremde Sprachen sprechen. Wir weisen Sie
in Ihrem Interesse darauf hin.«
»Ja doch. Allemal. Na jewiß doch.«
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Deutschland, Deutschland über alles | 08.04.2006
Kurt Tucholsky: Der Verkehr
Der Verkehr ist in Deutschland zu einer nationalen Zwangsvorstellung
geworden. Zunächst sind die deutschen Städter auf ihren Verkehr stolz.
Ich habe nie ergründen können, aus welchem Grunde. Krach auf den
Straßen, Staub und viele Autos sind die Begleiterscheinung eines
Städtebaues, der mit den neuen Formen nicht fertig wird - wie kann man
darauf stolz sein?
Es ist wohl so, dass sich der Einzelne als irgendetwas fühlen muss -
der soziale Geltungsdrang, an so vielen Stellen abgestoppt, gebremst,
zunichte gemacht, findet hier sein Ventil und dringt zischend ins
Freie. »Was sagen Sie zu dem Verkehr bei uns?« Da sagen wir denn also,
dass er überall in Deutschland, ohne jede Ausnahme, viel kleiner ist
als etwa der in Paris - die Pariser aber sind über ihre verunstalteten
Boulevards todunglücklich und trauern der alten, schönen Zeit nach, da
man dort noch spazieren gehen konnte... heute bläst es aus tausend
Hupen.
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Journalismus-Kritik | 03.03.2006
Tagelöhner
Eine große Menge schlechter Schriftsteller lebt allein von der Narrheit des Publikums, nichts lesen zu wollen, als was heute gedruckt ist: - die Journalisten. Treffend benannt! Verdeutscht würde es heißen „Tagelöhner.“ Arthur Schopenhauer ::: MEHR :::
Karikaturen für alle Minderheiten | 03.02.2006
"Wir sind Papst"
 Heute etwas Historisches für alle Katholen: "Ich bin der Papst" (französischer Stich aus dem 15. Jahrhundert)
Kurt Tucholsky | 25.01.2006
Ein Ehepaar erzählt einen Witz
Herr Panter, wir haben gestern einen so reizenden Witz gehört, den müssen wir Ihnen... also den muß ich Ihnen erzählen. Mein Mann kannte ihn schon... aber er ist zu reizend. Also passen Sie auf. [von Kurt Tucholsky]
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Gedenken | 19.01.2006
Hoffmann von Fallersleben
(1798 - 1874), Germanist und Dichter... dichtete zeitlose Klassiker wie "Ein Männlein steht im Walde", "Morgen kommt der Weihnachtsmann" und "Summ, summ, summ, Bienchen summ herum", sowie - Anno 1841 auf Helgoland - diesen Gassenhauer  , der ebenfalls gerne, mit variierender Strophenzahl, in geselliger Runde gesungen wird. August Heinrich Hoffmann von Fallersleben starb heute vor 132 Jahren.
Und sie bewegt sich eben doch nicht | 08.01.2006
Rauchen für den Staat

"Wenn die Zigarre glimmt, setzt der Mechanismus sich in Bewegung. Das Alter wird versorgt, der Unfall wird versichert, und wenn man stark pustet, fallen die unteren Steuerstufen von selber fort." (von 1881)
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Heine-Jahr | 03.01.2006
Das Fräulein stand am Meere...
Das Fräulein stand am Meere Und seufzte lang und bang, Es rührte sie so sehre Der Sonnenuntergang.
Mein Fräulein! sei`n Sie munter, Das ist ein altes Stück; Hier vorn geht sie unter Und kehrt von hinten zurück.
Heinrich Heine ::: MEHR :::
Ludwig Eichrodt | 23.12.2005
Akademische Wanderlust
Nach Krakelien, nach Krakelien Nach dem wein- und kümmelseligen Wirbelt mich, ihr Göttlichen! Wo die Pfropfe festlich böllern, Wo aus klaftertiefen KellernNektar und Ambrosia wehn.
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Gedicht | 16.10.2005
Koaltitionsverhandlungen
Wenn schlechte Leute zanken, riecht’s übel um sie her; doch wenn sie sich versöhnen, so stinkt es noch viel mehr!
Gottfried Keller
Historische Karikatur | 15.10.2005
Im Milchkrieg
 "Was treibt ihr für einen Milchwucher! Der liebe Gott wird euch strafen und das Bier teurer werden lassen!" Josef Benedict Engl, Simplicissimus 38/1906
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Historische Karikatur | 13.10.2005
Der Knoten
 Ein Knoten in meinem Schnupftuch?! Was hat das zu bedeuten? - Da hab' ich an was denken wollen. He, Kammerdiener -
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Gedicht am Sonntag | 05.08.2005
Nutzen
Wer immer nach dem Nutzen strebt, der glaubt wohl, dass er ewig lebt, sonst würd’ er vor der Frage stutzen: Am letzten Tag, wo bleibt der Nutzen? Oskar Blumenthal
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Gedicht | 05.08.2005
Herrschaft
Glaub mir, die Herrschaft ist ein Zauber eigner Art, und stark genug, den Stärkesten zu betören. Wer oben steht, mag keine Weisheit hören, und würde sie von Engelchören ihm durch ein Wunder offenbart. Emanuel Geibel
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Gedicht | 01.08.2005
Die beste Staatverfassung
Diese nur kann ich dafür erkennen, die jedem erleichtert, gut zu denken, doch nie, daß er so denke, bedarf. Friedrich Schiller
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Gedicht am Sonntag | 31.07.2005
Die Gaben
Es war ein Pastor, wer weiß wo? Der predigte nur leeres Stroh, und manche Klage war geschehn. Ihn selbst zu hören und zu sehn, beschloß der Superintendent.
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Gedicht | 30.07.2005
Die unmögliche Tatsache
Palmström, etwas schon an Jahren, wird an einer Straßenbeuge und von einem Kraftfahrzeuge überfahren.
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Gedicht | 29.07.2005
Richtszene
Zugehaun! Was trödelt er? Ich werd doch nicht ewig knien sollen! – „Sie sind ja längst geköpft, mein Herr! Wenn gütigst Sie nur schütteln wollen!“ Friedrich Haug
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Gedicht | 28.07.2005
Humor
Man spricht von Humor jetzt oft und viel und denkt dabei nur an ein leeres Spiel. Mancher kursiert als Humorist, der nichts weiter als Spaßmacher ist, ::: MEHR :::
Heinrich Heine | 13.07.2005
Doktrin
Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Und küsse die Marketenderin! Das ist die ganze Wissenschaft, Das ist der Bücher tiefster Sinn.
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Alte Satiriker | 01.05.2005
Erster-Mai-Blondinen-Witz
Mein Knecht! steh auf und sattle schnell, / Und wirf dich auf dein Roß, / Und jage rasch durch Wald und Feld / Nach König Dunkans Schloß ::: MEHR :::
Satiriker von A bis Ohoh | 17.04.2005
Melkkühe, nationale
Was ist der Bürger, der zahlt die Steuern, Um sich selbst noch das Brot zu verteuern, Anders als eine melkende Kuh? – Höchstens noch ein Esel dazu (Aus: Frank Wedekind, "Ein politisch Lied", veröffentlicht im "Simplicissimus")
Satiriker von A bis Oh, oh (2) | 27.03.2005
Die tut nichts...
Vorsicht! Satire ist bissig, giftsprühend, aber dennoch selten tödlich. Die Gemeinten machen einfach weiter. Weshalb auch lange tote Satiriker immer noch zeitgemäße Opfer finden. Im Folgenden züngeln sie zu „Lungenkrebs, staatseinnahmenfördernder“, „Dada“, „Bürger in Uniform“, „Prominente, tote“ und „Staatsakt“. ::: MEHR :::
Satiriker von A bis OhOh | 20.03.2005
Ameisen und Bullenschweine
Früher war es auch nicht besser und die Schandmäuler mussten sich schon damals selbiges über die immer noch bekannten Schändlichkeiten zerreißen. Deswegen lässt der Helgoländer Vorbote sie auch einfach selber zu Wort kommen: Satiriker sagen schlimme Dinge über schlimmere Dinge. In Teil 1: Diensteifer, Palästina-Politiker, Bullenschweine, Überstunden, Massensterben. ::: MEHR :::
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