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Mittwoch, 10.März 2010
 
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Satireverständnis | 05.03.2010

Niemand hat die Absicht, einen Zaun zu errichten

Liebe, gutste Charlotte Knobloch, ich will mich gar nicht darüber beschweren, dass man von Ihnen eigentlich nichts anders wahrnimmt, als dass Sie sich hie und da echauffieren müssen, jemand habe einen unsäglichen Vergleich mit der Nazi-Zeit gebracht - geschenkt. Es ist ja nicht Ihr Problem, wenn Ihnen sonst nichts einfällt -  das geht ja den meisten Menschen so, und nur selten wird es im Alter besser - es ist das Problem der Medien, die Ihre inszenierte Entrüstung Mal ums Mal kolportieren. ::: MEHR :::

Journalismus-Kritik | 22.02.2010

Medien auf Westerwelle-Narrhallamarsch

Die Medien haben es mal wieder geschafft. Wie immer. Sie bekommen ihre Sendungen und Seiten voll, und erschreckenderweise interessiert sich immer noch jemand dafür. Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz-IV-Regelsätzen hatte Guido Westerwelle am 11. Februar in der Welt einige Aschermittwoch-Parolen abgesonders: Die Jugend müsse lernen, "dass Leistung keine Körperverletzung ist" und: "Die Diskussion nach der Karlsruher Hartz-IV-Entscheidung hat sozialistische Züge."
Die Medien haben daraus eine Fortsetzungs-Story gebastelt, die ihren Höhepunkt im Spiegel-Titel von morgen findet. Um es höflich zu formulieren: Habt ihr noch alle Tassen im Schrank?
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Kurt Tucholsky | 08.02.2010

Gesunder Pazifismus

Der neue Kriegsminister Groener hat den Parteien eine linde Kritik des kaiserlichen Regimes hingeworfen, damit er seinen Panzerkreuzer bewilligt bekommt, und sie sind auch prompt hereingefallen. In diesen Diskussionen, die mit den Worten »Der Etat des Landheeres wird bewilligt« schlossen, fiel das Wort vom »gesunden Pazifismus«. Was ist das -?  Es gibt nur eine Sorte Pazifismus: den, der den Krieg mit allen Mitteln bekämpft. Ich sage: mit allen, wobei also die ungesetzlichen eingeschlossen sind: denn es kann von der Rechtsordnung des Nationalstaates, der auf der Staatenanarchie beruht, nicht verlangt werden, dass sie die Kriegsdienstverweigerung anerkennt - es wäre Selbstmord. Also müssen wir dem Staat, bis sich die Erkenntnis vom Verbrechen des Krieges allgemein Bahn gebrochen hat, ein wenig nachhelfen - mit allen Mitteln. ::: MEHR :::

Pressefreiheit | 16.12.2009

Hamburger Morgenpost boykottiert Rammstein

Sie haben mal wieder ernst gemacht: die Hamburger Pressefotografen, von den Konzertveranstaltern vor Ort gerne als unbezahlte PR-Spezel eingespannt. Die Aufführung von Rammstein am Montag haben sie gemeinschaftlich boykottiert - wegen völlig inakzeptabler Vertragsbedingungen des Veranstalters.:::MEHR:::

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